Druckgusswerk

Arbeitssicherheit

NN/HA/WIRT/WIRT9 - Mi 18.04.2007 - NÜRNBERG EXTRA: WIRTSCHAFT IN NÜRNBERG
Ohris: Nicht nur für die Sicherheit
Förderung von Arbeitsplatzschutz in Mittelstandsbetrieben
Nach dreijährigem erfolgreichen Einsatz hat die Nürnberger Firma Heuschkel & Barnickel von Stefan
Zeiler, dem Leiter des Gewerbeaufsichtsamtes
der Regierung von Mittelfranken, ein Ohris-Zertifikat
erhalten. Ohris? Eine Mitteilung der Regierung von Mittelfranken erklärt, worum es geht
—um
Arbeitsschutz.
„Heuschkel & Barnickel gehört in Mittelfranken zu einem Kreis von erst 31 Unternehmen (in Bayern sind es 208), die mit dem
Arbeitsschutzmanagementsystem Ohris ein wirkungsvolles und innovatives Instrument zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der
Anlagensicherheit am Arbeitsplatz besitzen“, so Zeiler.In Deutschland hat der Arbeitsschutz zwar ein anerkannt hohes Niveau erreicht. Jedoch haben
Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, im Gegensatz zu früher, oft keine technischen Ursachen mehr. Zunehmend ist „menschliches Versagen“ die
Unfallursache. Alle 25 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Arbeitsunfall, der mehr als drei Tage Arbeitsunfähigkeit nach sich zieht. In der
gewerblichen Wirtschaft werden jährlich rund eine Million Arbeits- und Wegeunfälle registriert. 2006 gab es 646 Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang.
Systemprüfung kostenfrei Ohris (für: Occupational Health- and Risk- Managementsystem) ist das von der bayerischen Gewerbeaufsicht zusammen mit der
Industrie entwickelte Managementsystem für Arbeitsschutz und Anlagensicherheit. Damit können Unternehmen systematisch mögliche Ursachen für
Störungen in der Produktion sowie Mängel in der Ablauforganisation und in Verfahrensanleitungen entdecken und abstellen. Systemprüfung und
Zertifikat sind kostenfrei. Ohris erfüllt nationale und internationale Richtlinien für Führungssysteme im Arbeitsschutz. Mehr Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz bedeutet für die Unternehmen auch weniger Ausfallzeiten der Beschäftigten und dadurch weniger Stillstand der Maschinen und Anlagen.
Durch Ohris werden daher nicht nur der Arbeitsschutz und die Anlagensicherheit optimiert, sondern es können auch Kosten gesenkt werden.
Bis 5000 Euro Zuschuss Um kleinere und mittlere Betriebe mit zehn bis 150 Beschäftigten zur Einführung eines Arbeitsschutzmanagements zu ermutigen,
stellt der Freistaat Bayern auch im Jahr 2007 Fördergelder zur Verfügung. Aus Mitteln der neuen Gesundheitsinitiative „Gesund.Leben.Bayern“ können
Unternehmen Zuschüsse von jeweils 5000 Euro erhalten, wenn sie das Arbeitsschutzmanagementsystem Ohris eingeführt haben und dadurch die
Sicherheit und der Gesundheitsschutz im Betriebnachhaltigverbessertwurden.
Das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Mittelfranken unterstützt durch eine kostenlose Beratung dieEinführung und Anerkennung eines
betriebsspezifischen Arbeitsschutzmanagementsystems. Weitere Informationen im Internet unter http://www.lfas.bayern.de oder durch die Regierung von
Mittelfranken, Gewerbeaufsichtsamt, Herr Neubig, unter Telefon (0911)928-2865. nn

 

 

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